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Wildunfälle - Infos und Tipps

In Deutschland ereignen sich jährlich weit über 200.000 Wildunfälle. Dabei werden ca. 2.500 Personen verletzt, wobei der Tod von rund 50 Personen zu beklagen ist. Und die Zahlen steigen von Jahr zu Jahr.

Die meisten Wildunfälle ereignen sich im Frühjahr und im Herbst während der Dämmerungsphase zwischen 5:00 Uhr und 8:00 Uhr morgens sowie zwischen 17:00 Uhr und 22:00 Uhr abends.

Gerade während dieser Zeiten sollten Sie deshalb mit besonderer Aufmerksamkeit und mit angepasster Geschwindigkeit in Regionen fahren, in denen mit Wildwechsel zu rechnen ist.

Kollisionen mit Rehen, Hirschen oder Wildschweinen können wegen des hohen Aufprallgewichtes der Tiere fatale Folgen haben.

Übergangsbereiche zwischen Wald- und Feldzonen sowie Straßen, die in Wälder oder dicht bewachsenes Gelände hineinführen, bilden besondere Gefahrenpunkte. Hier sollten Verkehrsteilnehmer regelmäßig mit erhöhter Aufmerksamkeit fahren, denn das Wild verhält sich auf der Straße vielfach unberechenbar. Es verlässt die Fahrbahn nicht immer auf dem kürzesten Weg, sondern läuft oft auch vor dem jeweiligen Fahrzeug her. Sobald ein Tier neben der Fahrbahn auftaucht, ist die Geschwindigkeit zu reduzieren und das Fernlicht abzuschalten.

Da Wild häufig in Rudeln auftritt, muss mit weiterem Wild gerechnet werden. Wie die Erfahrung zeigt, kann Wild ein sich näherndes Fahrzeug bis zu einer Geschwindigkeit von 50 bis 60 km/h noch gut einschätzen.

Beherzigen Sie daher bitte folgende Sicherheitstipps der Polizei:

• Beachten Sie im eigenen Interesse unbedingt Warnschilder, die auf mögliche Wildwechsel hinweisen!

• Reduzieren Sie Ihr Tempo deutlich! 70- 80 Stundenkilometer sollten das oberste Limit sein, um im Falle des Falles einen möglichst kurzen Anhalteweg zu haben.

• Vorausschauendes Fahren und ein entsprechendes Gefahrenbewusstsein können folgenschwere Wildunfälle vermeiden helfen: Behalten Sie die Fahrbahnränder im Auge und halten Sie wenn möglich einen Sicherheitsabstand zum rechten Fahrbahnrand ein

• Falls plötzlich Wild auftaucht: nicht in Hektik verfallen!

• Nicht unkontrolliert ausweichen! Riskieren Sie nicht gegen einen Baum zu prallen oder gar in den Gegenverkehr zu geraten! Dann lieber das kleinere Übel wählen und zunächst geradeaus in Richtung des Tieres fahren!

• Gefährden Sie möglichst auch nicht den nachfolgenden Verkehr! Bremsen Sie nur, wenn kein Auffahrunfall droht!

• Ist die Fahrbahn für ein Bremsmanöver frei, so sollten Sie allerdings konsequent bremsen, hupen und abblenden, damit das Wild auf der Straße vor Ihnen einen Fluchtweg finden kann.

• Rechnen Sie außerdem damit, dass nach dem ersten Tier noch ein ganzes Rudel Ihre Fahrbahn kreuzen könnte! Bleiben Sie bremsbereit!

Wenn es trotzdem zu einem Crash gekommen ist:

• Auch hier gilt: Ruhe bewahren und umsichtig handeln!

• Unfallstelle absichern! Warnblinklicht einschalten! Warndreieck in ausreichendem Abstand von der Unfallstelle aufstellen! Achten Sie dabei darauf, dass andere Verkehrsteilnehmer Sie in der Dunkelheit wahrnehmen können; etwa, indem Sie zum Beispiel eine reflektierende Warnweste tragen!

• Wurde jemand verletzt, so leisten Sie Erste Hilfe!

• Um nachfolgende Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, sollten Sie tote Tiere wenn möglich an den Fahrbahnrand schaffen. Fassen Sie Füchse wegen der Tollwutgefahr möglichst nur mit Handschuhen, Lappen oder etwas Ähnlichem an!

• Angefahrene Tiere nicht mitnehmen, sonst droht eine Anzeige!

• Für die Versicherung, der Sie den Schaden ebenfalls zeitnah melden sollten, ist es nützlich, wenn Sie Beweise sichern (Zeugen, Fotos, Unfallspuren wie z.B. Haarreste)!

• Wildunfälle am besten unverzüglich über 110 der Polizei melden! Die informiert dann auch den zuständigen Jäger.

• Wildschadensbescheinigungen“ für die Versicherungen werden vom Jagdausübungsberechtigten oder Revierpächter ausgestellt. Am besten – soweit möglich – unverzüglich am Unfallort, spätestens am nächsten Morgen einholen. Es könnten sich sonst Schwierigkeiten mit der Versicherung bei der Abwicklung des Schadens ergeben.

• Die Jagdausübungsberechtigten und Revierpächter sind berechtigt, für die Ausstellung der „Wildschadensbescheinigung“ eine geringe Gebühr zu erheben.

Die Polizei und die Jägerinnen und Jäger unserer Kreisjägerschaft wünschen Ihnen eine unfallfreie Fahrt.

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